Politikwissenschaftler der Julius-Maximilians-Universität Würzburg haben eine Datenbank zur Bewertung der demokratischen Qualität von über 200 Ländern entwickelt. Wir haben daraus eine interaktive, mehrsprachige Website gemacht: Konzeption, Design, Templating, Datenbank und die Online-Analyse.
Am Institut für Politikwissenschaft und Soziologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg entstand die Demokratiematrix: eine Datenbank zur Bewertung der demokratischen Qualität von über 200 Ländern, entwickelt am Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft und Systemlehre.
Grundlage sind Daten des V-Dem-Instituts der Universität Göteborg. Darauf aufbauend hat das Institut eigene Analyseebenen entwickelt, um alle relevanten Teilbereiche demokratischer Regime darzustellen.
Die Konzepte zur Visualisierung der Daten und für die erforderlichen Formulare haben wir gemeinsam mit den Wissenschaftlern der Uni Würzburg entwickelt, für die Auswahl und Filterung der gewünschten Parameter.
Wichtig waren eine intuitive Bedienung und eine klare, einfach zu verstehende Darstellung der Ergebnisse. Anhand von Wireframes wurden die Elemente für die Ein- und Ausgabe der Daten entwickelt.
Gearbeitet wurde agil, in enger Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Lehrstuhls.
Die Grundlage bildete eine große Datensammlung in Form einer Excel-Liste, die alle ermittelten Werte enthält. Darin enthalten sind auch speziell von der Uni Würzburg berechnete Daten, die etwa die Korrelation verschiedener Parameter berücksichtigen.
| Jahr | Gesamt (Merkmalsmessung) | Gesamt (Kontextmessung) |
|---|---|---|
| 1910 | 0,53 | 0,49 |
| 1920 | 0,77 | 0,71 |
| 1930 | 0,74 | 0,68 |
| 1940 | 0,02 | 0,02 |
| 1950 | 0,93 | 0,91 |
| 1960 | 0,95 | 0,93 |
| 1970 | 0,96 | 0,95 |
| 1980 | 0,97 | 0,95 |
| 1990 | 0,97 | 0,95 |
| 2000 | 0,98 | 0,96 |
| 2010 | 0,98 | 0,97 |
| 2020 | 0,96 | 0,95 |
Andere Messinstrumente vergeben eine Note. Die Demokratiematrix kombiniert drei Dimensionen mit fünf Institutionen und bewertet jedes der fünfzehn Felder einzeln. Die Matrixdarstellung ist die Ansicht, in der das sichtbar wird: eine Kreuztabelle mit Beschriftung an beiden Achsen, bedienbar über dieselbe Auswahlmenü wie alle anderen Ansichten.
Verschiedene grafische Darstellungsformen stellen die Werte als Matrix, Radargraph oder klassisch als Liniendiagramm dar. Über ein interaktives Auswahlmenü werden die gewünschten Vergleichsparameter gewählt.
Mehrere Länder, ein Jahr, ein Messniveau, direkt übereinandergelegt.
Ein Land, dazu die gewählten Variablen über den eingestellten Zeitraum.
Die Gliederung folgt der Projektarbeit: erst Konzeption und Design, dann die technische Umsetzung.
Konzeption und Design
Anhand von Wireframes wurden die Elemente für die Ein- und Ausgabe der Daten entwickelt. Auswahl und Darstellung sind damit zusammen entstanden, nicht nacheinander.
Das Design orientiert sich an der Corporate Identity der Universität Würzburg. Dazu kamen Layout-Struktur und Templates für die redaktionellen Seiten wie für die Analyseseiten.
Die Bedienung der Formulare und Filter sowie die Darstellung der Diagramme funktionieren auch auf den kleinen Displays von Smartphones. Formularelemente werden nur dargestellt, wenn sie wirklich benötigt werden.
Technische Umsetzung
Aus der Exceltabelle der Uni Würzburg wurde ein normalisiertes Datenbankmodell abgeleitet. Ein Importer ermöglicht das regelmäßige Einspielen aktualisierter Daten aus dem TYPO3-Backend heraus.
Die Übersetzungen der entsprechenden Filter und Beschreibungen wurden in XML-Dateien ausgelagert. Für die Inhalte neben der Analyse haben wir unsere eigene Suche Searchable eingebunden.
Für die Kopplung der Eingabe an die Datenbank kam ein JavaScript-Framework zum Einsatz. Die Databindings ermöglichten die direkte Kopplung der Ein- und Ausgaben an die Datenquellen; der Einsatz von jQuery oder Ähnlichem war damit nicht erforderlich.
Die fünf Stationen zwischen der Datensammlung des Fachbereichs und der Grafik im Browser.
Die große Datensammlung mit allen ermittelten Werten, inklusive der eigens berechneten Größen.
Ermöglicht das regelmäßige Einspielen aktualisierter Daten aus dem TYPO3-Backend heraus.
Aus der Exceltabelle abgeleitetes, normalisiertes Datenbankmodell.
Databindings koppeln Ein- und Ausgaben direkt an die Datenquellen, ohne jQuery oder Ähnliches.
Matrix, Radargraph oder Liniendiagramm, dazu der PDF-Export.
Ein wissenschaftliches Projekt mit vielen spannenden Herausforderungen. Dank agiler Methoden und enger Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern der Uni Würzburg ist eine intuitiv zu bedienende responsive Website entstanden, die nicht nur Wissenschaftlern und Journalisten, sondern auch politisch interessierten Laien viele Facetten zum Thema Demokratie liefert.
Lassen Sie uns besprechen, welche Grundlagen und Informationen dafür wichtig sind. Vielleicht mit einem Kaffee bei uns.
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