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Quo vadis TYPO3 4.5

TYPO3 CMS 4.5 bleibt sicher. Für 2.000 € pro System. Soll TYPO3 jetzt Geld kosten?

Wir haben kürzlich über den kostenpflichtigen Extended Long-Term-Support Plan für TYPO3 CMS 4.5 geschrieben. Vieles konnten wir nur kurz anreißen. Deshalb gehen wir hier noch einmal näher darauf ein, was es bedeuten kann, dass die Support Verlängerung für TYPO3 CMS 4.5 Geld kostet.

 


 

Dass es noch immer eine große Zahl von Websites gibt, die unter TYPO3 CMS 4.5 laufen, ist kein Geheimnis. An sich ist es also wenig überraschend, dass es jetzt eine Lösung dafür gibt, auch wenn diese ziemlich spät kommt. Aber diese Entscheidung ist jetzt so gefallen. „Hätte, wäre, wenn…“ bringt nichts. Also sollten wir uns überlegen, wie man am besten damit umgeht.

Der Eindruck, nicht nur der Extended Long-Term-Support Plan für TYPO3 CMS 4.5, der ja eigentlich nur eine Dienstleistung ist, sondern TYPO3 insgesamt könnte kostenpflichtig werden, muss auf jeden Fall vermieden werden.

Warum könnte man denken, dass TYPO3 in Zukunft etwas kostet?
Der kostenpflichtige Extended Long-Term-Support Plan für TYPO3 CMS 4.5 ist ein Einschnitt. Bisher war TYPO3 immer kostenlos. Alle (von der Community für notwendig gehaltenen) Entwicklungen wurden durch Spenden, Mitgliedsbeiträge der TYPO3 Association und persönliches Engagement finanziert. Jetzt erhebt die TYPO3 Association direkt eine Vergütung. Auch wenn es dabei nur um eine veraltete Version geht, kann man sich fragen, ob das in Zukunft die Regel wird.

Die TYPO3 Association betont: TYPO3 bleibt kostenlos.
Die TYPO3 Association betont zwar in der Ankündigung des Plans, dass, abgesehen von diesem, TYPO3 eine kostenlose, weil unter Open Source Lizenz stehende, Software ist und bleibt. TYPO3 kostenpflichtig zu machen, scheint ja auch fast unmöglich. Das ist für uns plausibel und könnte genügen, aber ganz so einfach darf man es sich nicht machen.

Die Sicht der Kunden ist entscheidend.
Dass der Extended Long-Term-Support Plan nur das eigentlich veraltete TYPO3 CMS 4.5 betrifft, nehmen manche Kunden eventuell nicht wahr, sondern nur, dass TYPO3 Sicherheitsupdates jetzt Geld kosten. Vielleicht, weil Kunden sich weniger für Lizenzmodelle interessieren. Sie wünschen sich einfach eine dauerhaft funktionierende Website und planbare (möglichst geringe) Kosten.

Für große Kunden ist der Extended Long-Term-Support Plan sogar interessant.
Große Kunden werden die Entscheidung vielleicht sogar begrüßen. Bei komplexen Projekten kann die Aussicht, dass es Optionen gibt, sollten die Systeme nicht oder nur mit Schwierigkeiten Update-fähig sein, ein Pluspunkt sein. Die angekündigten Kosten schrecken niemanden, der diesen Betrag oder mehr ohnehin monatlich in sein System investiert.

Kleine Kunden schreckt ein Kostenrisiko von 2.000 € ab
Im schlimmsten Fall wandern sie zu Systemen ab, die eindeutig kostenlos sind. Vielleicht weil ein Anbieter, der auf Drupal oder WordPress setzt, nur allzu gerne das Wesentliche verschweigt und schlicht sagt: “bei TYPO3 kosten die Sicherheitsupdates ja jetzt Geld”. Und das kann er sogar beweisen.

Die vielen kleinen Projekte sind aber wichtig für die Weiterentwicklung von TYPO3. Ohne sie stagniert TYPO3 irgendwann – mit fatalen Folgen.

Daran, dass TYPO3 auch in Zukunft kostenlos bleibt, darf es also keine Zweifel geben.
Es ist wichtig, deutlich zu kommunizieren, dass TYPO3 kostenlos bleibt und dass der Extended Long-Term-Support Plan für TYPO3 CMS 4.5 eine Ausnahme darstellt. Das geht uns als Agenturen ebenso an, wie die TYPO3 Association und die Entwicklergemeinschaft.

Wichtig: warum bleibt das eine Ausnahme?
Von der TYPO3 Association wären dazu deutliche Worte angebracht. Vielleicht etwas mehr als der einfache Hinweis, dass TYPO3 kostenlos bleiben soll, eine schlüssige Begründung, warum der Extended Long-Term-Support Plan für TYPO3 CMS 4.5 alternativlos war und warum er kostenpflichtig sein musste und ein Statement, dass Überschüsse auf keinen Fall das Ziel des Extended Long-Term-Support Plans sind. Auch wenn diese bestimmt sinnvoll angelegt sind, wenn damit die Entwicklung aktueller Versionen vorangetrieben wird.

Wenn Kunden daran zweifeln, ob TYPO3 kostenlos bleibt, ist der Schaden für TYPO3 viel größer als der Nutzen jeder Weiterentwicklung.

Was denkt Ihr darüber? Welche Fragen kommen Euch in den Sinn. Über Kommentare freuen wir uns.


Mehr Infos:

3 Gedanken zu „TYPO3 CMS 4.5 bleibt sicher. Für 2.000 € pro System. Soll TYPO3 jetzt Geld kosten?

  1. Es bleibt weiterhin sehr ungewiss ob auch in Zukunft Sicherheitsupdates und upgrades von TYPO3 Core oder Extensions etc. mit einem Kosten Model (Crowdfunding bis es dann mal passiert – was zu verzoegerungen fuehren wuerde oder aber wie nu kurzfristig angesetzte Kosten wo man quasi als Kunde dann vor einem Berg steht -> Seite unsicher lassen oder eben sehr viel Zahlen, bzw zu einem Hoster wechseln der es guenstiger bzw evtl ja sogar kostenlos anbietet)
    http://typo3.org/news/article/announcing-typo3-cms-45-extended-long-term-support-plans/
    Die Diskussion hier zumindest gibt keine klare Antwort und vor allem keine Klares „NEIN in Zukunft gibt es solche Alleingaenge nicht mehr. Das jetzt mit 4.5 LTS war ein Einzelfall.“ Die Diskussion bestaetigt eher das Gegenteil und die Ungewissheit, weshalb ja bereits viele TYPO3 Developer / Agencies und Kunden dem TYPO3 CMS bye bye gesagt und sich anderen CMSs zugewandt haben.

    DRUPAL 8 hat alles was es braeuchte um TYPO3 zu ersetzen. Multilingual, integrated RTE, zahlreiche Templates und Distributions fuer alles moegliche etc.

    PROCESSWIRE ist wesentlich schneller und flexibler als TYPO3 und es ist sicherer ohne dass man auf den gewohnten Comfort verzichten muesste – ganz im Gegenteil es gibt mehr! Und es hat die Community so wie sie auch bei TYPO3 noch vor 2007 war! Einfach super und jedem zu empfehlen!

    WORDPRESS well – es war erst gestern wieder in den Schlagzeilen, aber wer nicht auf SEO setzt und daher auch kein YOAST nutzt ist evtl. besser mit WP bedient. Einfach aufzusetzen, sehr guenstige und vor allem sehr viele fertige Templates – natuerlich Mobile responsive – und sogar eine Mobile App mit der man direkt von seinem Mobile aus Bloggen kann.

    Im Moment erhalten wir zumindest viele Anfragen von Kunden denen 2000 EURO schlichtweg viel zu viel sind fuer eine Einbahn Strassen Loesung, die andererseits jedoch auch nicht so viel Geld aufbringen koennen um ein Update von einer Agentur in Deutschland durchfuehren zu lassen. Viele haben gehofft dass FLUX, Gridelements, Themes wirklich ein Ersatz fuer die Stabilitaet ist die sie bisher von TYPO3 kannten, doch leider auch hier Fehlanzeige!

    Ich wuerde daher anders fragen: was koennen / sollten Kunden tun wenn sie noch eine Webseite mit 4.5 bzw 4.* oder 6.1* haben.
    1. fragt einen Developer/Agentur die sich mit Updates auskennt und lasst die Seite checken. Oft ist ein Update recht einfach durchzufuehren, wenn man weiss wie und auch entsprechende Problem Extensions (Powermail, Realurl etc) vorher einfach deinstalliert.
    2. mit der smoothmigration extension laesst sich zumindest alles was core ist super einfach nach 6.2 updaten – meist in wenigen Stunden.
    3. Wenn jedoch nun die bisherige Seite viele custom made oder modified extensions bzw. extensions hat die in 6.2 noch nicht funkionieren, die aber fuer die Seite wichtig sind, so wuerde zuerst einmal versuchen abzuchecken was der Aufwand ist, um diese Extensions auch in 6.2 lauffaehig zu bekommen.

    Leider ist es nicht selten der fall dass eben diese custom extensions schlecht dokumentiert sind und es recht muehsam sein kann diese anzupassen – sprich recht teuer!

    Vor Jahren gab es zu TYPO3 noch keine richtige Alternative, doch das hat sich inzwischen grundlegend geaendert. Waehrend TYPO3 eher dem alten Drupal mit seiner Ungewissheit nachzuefern scheint, geschieht bei Drupal das genau gegenteil. Die scheinen dem alten TYPO3 nachzueifern. Mit alt und neu ist hier nicht der Code gemeint, sondern eher die Stabilitaet, Sicherheit, Multilingualitaet und vorallem auch Community. Viele ehemalige TYPO3 Contributoren wie Srijan Technology und Michael Canon (Axelerant) findet man heute bei Drupal! Sicher nicht ohne Grund!

    Als Agentur haben wir bereits vor einigen Jahren beschlossen nicht mehr 100% unserer Energien in das promoten von TYPO3 zu stecken, sondern stattdessen uns umzuschauen und unsere Augen weiter zu oeffnen. Es hat sich gelohnt und wir sind von TYPO3 nicht mehr 100% abhaengig ;-).

    Da TYPO3 zudem meist nur im Europaeischen Raum (der sehr teuer und inzwischen ja sogar noch teurer ist dank Euro Verfall) stark verbreitet ist, konnten auch neue Maerkte und bessere Mitarbeiter erreicht werden durch die Nutzung von anderen CMS Loesungen wie Processwire, Drupal oder auch WordPress und fuer Business Kunden auch Odoo das einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht hat mit Version 8 und dem integrierten Webseite Builder.

    Kritiker gibt es ueberall, jedoch ist unsere Erfahrung inzwischen dass NICHT TYPO3 Kunden auf lange Sicht hin wesentlich gluecklichere Kunden sind!

    Sie finden meist wesentlich guenstigere Loesungen. Diese Loesungen sind oft sehr einfach in Social media Seiten zu integrieren. Sie koennen meist super einfach von Mobile aus gemanaged werden. Es sind zahlreiche Templates (LOOKS) vorhanden aus denen der Kunde fuer ca 20 – 100 Euro fuer ein schoenes Design auswaehlen kann. Die Seiten sind in der regel wesentlich schneller umgesetzt. Und sie finden noch sehr guenstige Developer die mit diesen NICHT TYPO3 Systemen arbeiten.

    TYPO3 CMS7 ist super IMHO – aber es kommt leider einige Jahre zu spaet! aber besser als nie 😉 Doch viele extensions gehen hier schlichtweg noch nicht, so dass Kunden die nicht noch einmal lange auf die Versprechungen von TYPO3 hoeren wollen gut beraten sind sich ein anderes CMS zu suchen!

    Man erinnere hier an TYPO3 Version 5 – nun NEOS, oder die 6.2 LTS Version die beide verspaetet kamen und keiner weiss ob es wirklich nun auch mit October fuer die TYPO3 Version 7 klappen wird.

    Bei Processwire gibt es im uebrigen nicht das Problem mit Extensions, da es einfach etwas anders aufgebaut ist! Core, developer Version oder auch Extension updates kann man per Knopfdruck einspielen und es wird automatisch ein Backup erstellt. Fuer Agenturen SEHR interesaant ist zudem die Moeglichkeit von einer Seite ein Profil zu erstellen in dem alle Module/Content etc enthalten sind bis auf den wie bei TYPO3 in einem getrennten folder liegenden Core. Schnell – Sehr Schnell lassen sich somit komplette Seiten fuer Kunden im Nu bereitstellen.

    „Die vielen kleinen Projekte sind aber wichtig für die Weiterentwicklung von TYPO3. Ohne sie stagniert TYPO3 irgendwann – mit fatalen Folgen.“
    Dem kann man nur zustimmen und ich bin mir jedoch sicher, dass es immer irgend welche kleinen Projekte geben wird abereben nicht mehr in der Masse wie zuvor und entsprechend auch das Feedback aus der Community geringer ausfaellt – das scheint mir inzwischen ja eh nicht mehr so erwuenscht zu sein, da man Entscheidungen in TYPO3 seit Jahren quasi ohne Community trifft.

    „Wenn Kunden daran zweifeln, ob TYPO3 kostenlos bleibt, ist der Schaden für TYPO3 viel größer als der Nutzen jeder Weiterentwicklung.“
    Kunden koennen sich bei TYPO3 NICHT MEHR SICHER SEIN! das nicht auch in Zukunft groessere Summen fuer Sicherheitsupdates oder Extensions (Crowdfunding) erhoben wird. Das ist einerseits legitim wird aber anderer seits Kunden schlichtweg aus sehr gut verstaendlichen Gruenden sehr abschrecken weiterhin bzw ueberhaupt in TYPO3 zu investieren.

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