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Google stellt Site Search ein - Konsequenzen und Alternativen

Google schließt die Site Search – Konsequenzen und Alternativen

Zum April 2017 stellt Google den Vertrieb seiner Site Search ein. Neukunden werden dann nicht mehr zugelassen und keine weiteren Lizenzverlängerungen ausgestellt.
Ab 1. April 2018 ist dann endgültig Schluss. Was jetzt zu beachten ist und welche Alternativen es gibt.

Was die Site Search so beliebt machte

Die Google Site Search war seit ihrem Start 2008 die ideale Möglichkeit, Websites ohne eigene Suchmaschine mit einer Suchfunktion auszustatten. Sie ließ sich mit geringem Aufwand, perfekt benutzerdefiniert, schnell und einfach integrieren. Die Suche mit ihr war, dank der Koppelung an die komplette Datenbank der Google Suche, sehr effektiv.

Die Kosten waren attraktiv gestaffelt

Die Site Search war zwar kostenpflichtig, begann aber bereits bei 100 US-Dollar für 20.000 Suchanfragen pro Jahr. Und das Spektrum reichte bis zu 2.000 US-Dollar bei 500.000 Suchanfragen, was sie für mittelgroße bis große Websites gleichermaßen geeignet machte. Lizenznehmer konnten außerdem fast alle Elemente gemäß den eigenen Ansprüchen optimal anpassen und die Werbeeinblendungen von Google deaktivieren.

Was sich jetzt für Site Search User ändert

Für Website-Betreiber, die die Site Search nutzen, ist das Auslaufen der Lizenz prinzipiell erst einmal unproblematisch. Die Google-Suche funktioniert weiter, weil alle Konten automatisch auf das kostenlose Angebot der Google Custom Search Engine umgestellt werden. Das bringt jedoch wesentliche Nachteile mit sich.

Wieso die Google Custom Search kein vollwertiger Ersatz ist

Die kostenfreie Custom Search bietet weniger Anpassungsmöglichkeiten. Die Nutzung ist nicht übertragbar und es gibt keinen E-Mail Support. Das wohl größte Manko: Das Google Branding und die geschalteten Werbeanzeigen können nicht entfernt werden. Dadurch ist eine perfekte dem „Look and Feel“ der Website angepasste Integration nicht mehr möglich. Außerdem können jetzt bei Sucheingaben Anzeigen von direkten Konkurrenten eingeblendet werden – ein absolutes No Go.

Searchable

Was erlauben Google?!

Es kommt immer wieder vor, dass Google Dienste auslaufen lässt – auch wenn diese praktisch und beliebt sind. Im konkreten Fall liegt die Vermutung nahe, dass die werbefinanzierte Custom Search das wohl für Google lukrativere Geschäftsmodell zu sein scheint.

Wie Nutzer darauf reagieren können

Natürlich bleibt es Betreibern vorbehalten, die Google-Suche jederzeit komplett von der eigenen Website zu entfernen. Es kann allerdings mit einigem Aufwand verbunden sein, dafür adäquaten Ersatz zu finden. Der praktische Nutzen einer solchen Seitensuche ist enorm und viele Website-Betreiber möchten sie ihren Besuchern fraglos auch weiterhin zur Verfügung stellen.

Welche alternativen Seitensuchen es derzeit gibt

Die wichtigsten Alternativen, um für TYPO3 Websites auch weiterhin eine Suchfunktion anzubieten, sind:

Indexed Search

– ist die TYPO3 Standardsuche, mit der anhand eines eigenen Suchformulars die Website durchsucht werden kann. Sie ist als Core Extension bereits „on board“, muss allerdings aktiviert werden. Sie eignet sich für kleine Websites.

KE Search

– ist ebenfalls als Extension frei verfügbar und schneller als Indexed Search. Sie ist in der kostenfreien Grundversion einfach einzurichten und benötigt keinen Server. Mit einem eigenen Indexer kann jeglicher Inhalt übertragen und durchsucht werden.
In der kostenpflichtigen Variante bietet sie zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel AutoSuggest oder die „Meinten Sie…“-Funktion. Außerdem kann sie mit voreinstellbaren Filteroptionen nach Kategorien differenziert suchen (facettierte Suche).

Apache Solr

– ist eine der beliebtesten Enterprise-Suchmaschinen. Sie ist Open Source, bietet Facettierte-sowie Synonymsuche und eine bessere Performance als Indexed- und KE- Search. Dabei ist sie allerdings etwas zeitaufwendiger und komplexer zu integrieren, da ein eigener Server (Tomcat) benötigt wird.

Wer dies lieber Profis überlassen möchte, kann zum Beispiel auf die Komplettlösung Hosted Solr von dkd zurückgreifen. Diese leistungsfähige Variante liefert beste Performance gegen Bezahlung und kann 30 Tage lang kostenlos getestet werden.

Elasticsearch

– ist eine Such- und Analytik-Engine, die wie Solr auf Lucene basiert. Sie ist ebenfalls Open Source, kann eine wachsende Zahl von Anwendungsfällen abdecken und speichert die Daten zentral, wodurch Gesuchtes leicht und sehr schnell gefunden wird. Dabei ist sie dank modernster Schnittstellen und Features wie AutoSuggest extrem anpassungsfähig und so für unterschiedlichste Anwendungen geeignet.

Allerdings muss für sie ein eigener Service eingerichtet werden und es ist aus Performance-Gründen sinnvoll dafür einen eigenen Server zu verwenden.

Fazit: Mit der Site Search reduziert Google sein Angebot um ein sehr beliebtes Feature – aber
es gibt Ersatzlösungen

Google streicht mit der Site Search erneut eine beliebte und nützliche Funktion aus seinen Anwendungsangeboten. Viele Nutzer werden sie vermissen, weil sie in der Summe ihrer Eigenschaften nahezu perfekt zu integrieren war. Ersatz gibt es für TYPO3 Websites glücklicherweise genug. Allerdings wird die Integration einer alternativen Suchfunktion in die eigene Website mit einigem Aufwand verbunden sein.

DL

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